Einsatzkräfte am Tatort in Stade
Player: videoRafael Hein, NDR, zum Aktuellen Stand nach tödlichen Schüssen in Stader Jugendeinrichtung
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Mutmaßlicher Täter festgenommen Sechs Tote nach Schüssen in Stade

Stand: 29.06.2026 • 17:19 Uhr

Bei Schüssen in einer Mutter-Kind-Einrichtung im niedersächsischen Stade sind sechs Menschen gestorben. Es gibt mehrere Verletzte. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Schützen fest.

In Stade in Niedersachsen sind in einer Mutter-Kind-Einrichtung Schüsse gefallen. Wie die Polizei bestätigte, sind dabei sechs Menschen getötet worden. Eine einstellige Zahl an Menschen sei zum Teil schwer verletzt. Es sei nicht auszuschließen, dass die Zahl der Todesopfer noch steige. Einsatzkräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort.

Die Polizei nahm den mutmaßlichen Schützen fest. Zwei weitere Personen befänden sich in polizeilichen Maßnahmen, seien aber nicht festgenommen, teilte die Polizei mit. Sie würden vernommen und gegebenenfalls einer Spurensicherung unterzogen. Welche Rolle sie gespielt haben könnten und in welcher Beziehung der mutmaßliche Schütze zu den Opfern stand, sei Gegenstand der Ermittlungen.

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Rafael Hein, NDR, zum Aktuellen Stand nach tödlichen Schüssen in Stader Jugendeinrichtung

Das Erste

Reporter: Wenige Informationen von der Polizei

NDR-Reporter Rafael Hein berichtet auf tagesschau24, dass die Polizei bisher wenige Informationen an die Öffentlichkeit weitergibt. Bekannt sei bisher, dass um kurz nach 12 Uhr ein Notruf eingegangen sei. Aus der Einrichtung wurden Schüsse gemeldet. Laut Polizei fanden die Beamten bei ihrem Eintreffen vier Tote. Eine weitere Person sei vor dem Haus reanimiert worden - jedoch ohne Erfolg, eine Person starb inzwischen im Krankenhaus.

Der Ort des Verbrechens liegt in einem ruhigen Wohngebiet. Die Einrichtung bietet laut ihrer Webseite voll- und teilbetreute Wohngruppen für junge Mütter mit ihren Kindern an.

Nach NDR-Informationen hat ein Nachbar beobachtet, dass eine Frau und ein junger Mann versucht haben, mit einem Auto zu flüchten. Die Polizei habe sie zum Anhalten aufgefordert, dann habe die Polizei laut Augenzeuge auf das Auto geschossen. Der Nachbar habe sich schließlich selbst im Haus eingeschlossen und auf die Polizei gewartet.

Ein Team der Krisenintervention ist vor Ort, um Angehörige, Zeugen und Einsatzkräfte zu betreuen.

Karte von Niedersachsen mit Stade und Hamburg

Keine Gefahr für umliegende Einrichtungen

Ein Sprecher der Stadt Stade sagte, für eine Kindertagesstätte und eine Grundschule in der Nähe des Tatorts habe keine Gefahr bestanden. Die Stadt habe nach den ersten Meldungen umgehend Kontakt zu den Einrichtungen gesucht.

Die Kita-Kinder seien zum Zeitpunkt der Schüsse im Gebäude gewesen, sagte der Stadtsprecher. Eltern konnten ihre Schulkinder inzwischen abholen.

Polizei warnt vor Falschinformationen

Die Polizei Stade warnt vor Falschnachrichten und Gerüchten rund um die Tat. In Chatgruppen und sozialen Netzwerken würden unbestätigte Informationen zu der Einsatzlage verbreitet, schrieb die Polizei in ihrem WhatsApp-Kanal. "Die kursierenden Darstellungen entsprechen nicht dem derzeit polizeilich bestätigten Sachstand."

Die Polizei appellierte, keine ungeprüften Meldungen, Sprachnachrichten oder Gerüchte weiter zu verbreiten. "Dies kann zu Verunsicherung führen und polizeiliche Maßnahmen erschweren."

Dieses Thema im Programm: NDR Info | Nachrichten | 29.06.2026 | 14:00 Uhr, BR24 | Nachrichten | 29.06.2026 | 14:37 Uhr, tagesschau24 | Nachrichten | 29.06.2026 | 16:00 Uhr

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